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Jana Engelhardt
Was ist denn heut bei Schnüffels los?, 2. Auflage


Taschenbuch
111 Seiten | ca. 14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-96014-199-0


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Ja, Kinder sollten viel lachen und unbeschwert aufwachsen können. Die Grundschulferkel Kritzel und Kratzel machen es vor. Sie nehmen vieles nicht so ganz ernst, denken sich lustige Witze aus, helfen sich gegenseitig aus der Patsche und sie lieben ihre coole zwei Meter dicke Oma Elisabeth.
Was ist denn heut bei Schnüffels los?
I.
Kritzel und Kratzel und die unternehmungslustige Oma Elisabeth

Hallo Fans! Wir sind die Schnüffels, eine vierköpfige Schweinchenfamilie aus Pulspforde. Pulspforde ist ein kleines Dörfchen mit kurzen unbefestigten Straßen, umgeben von saftig grünen Wiesen und gelben Weizen- und Maisfeldern. Wir wohnen in der Saftkornstraße Nummer 9, einem Haus mit einem großen Garten. Die Saftkornstraße ist eine wenig befahrene Nebenstraße, in der es sich herrlich spielen lässt. Zum Beispiel mit meinem kleinen Zwillingsbruder Kritzel. Der ist ganze fünf Minuten jünger als ich. Kritzel ist ein Ferkelchen mit einem mächtigen Kullerbauch, dicken Mopsbäckchen und kleinen rosa Öhrchen. Und ich, ich bin die Kratzel. Ja, ja, ich weiß, alle sagen, dass sich mein Name anhört wie ein Jungenname und dass ich wegen meiner kurzen braunen Borsten und meiner sehr schlanken Figur auch aussehe wie ein Junge. Aber ich sage es jetzt zum fünfzighundertsten Mal und für alle zum Mitschreiben: "Ich bin kein Junge, ich bin ein Ferkelmädchen. Schließlich habe ich einen weißen Fleck auf der Stirn. Und hat so was vielleicht ein Junge, hä?"

Und jetzt fehlen noch meine Oma Elisabeth und mein Opa August mit Nachnamen Kobold. Die wohnen am Ende unserer Straße, auf der rechten Seite, in der Nummer 14.
Meine Oma heißt übrigens nicht nur Kobold mit Nachnamen, nein, sie sieht auch so aus.
Sie ist koboldklein, hat graue gelockte Borsten, eine scharfe Brille mit dicken, dicken Gläsern, kurze Beine und sehr, sehr große Füße. Außerdem ist Oma Elisabeth ziemlich rund.
Ihr Bauchumfang beträgt genau zwei Meter.
Ja, ja, ihr habt richtig gehört. Meine Oma ist genau zwei Meter dick, keinen Kilometer mehr und keinen Zentimeter weniger. Kritzel und ich überprüfen den Bauchumfang unserer Oma schließlich mindestens einmal wöchentlich mit dem Maßband. Und anschließend erzählen wir es jedem, der es hören und auch jedem, der es nicht hören will: “Unsre Oma ist genau zwei Meter dick.”


Unser Opa sieht ganz anders aus als Oma. Er ist groß, schlank, faltig, hat dünne Ohren und gruselig schwarze Borsten. Er trägt jeden Tag, egal wie warm oder kalt es draußen ist, lange weite Cordhosen und langärmelige karierte Hemden. In alle Cordhosen muss Oma Elisabeth meinem Opa hinten am Hosenbund einen Keil einnähen. Deshalb schlampern die Hosen so locker um Opas dünnen Bauch herum und müssen mit Hosenträgern festgehalten werden. Wahrscheinlich befürchtet er, dass er urplötzlich mal zunimmt.
Meinen Opa finde ich, ehrlich gesagt, nicht so sehr interessant. Der hat doch sowieso am liebsten seine Ruhe. Die Oma ist da nicht so, die hat immer sehr viel zu erledigen. Entweder fährt sie mit dem Fahrrad einkaufen, geht zu einer Geburtstagsfeier, zum Rentnernachmittag, zur Beerdigung oder sonst irgendwo hin, wo nur eben etwas los ist.
Und weil sie deshalb fast nie zu Hause ist, nennen mein Bruder Kritzel und ich unsere kleine dicke Oma die “unternehmungslustige Elisabeth“. Manchmal ist sie natürlich auch daheim.
Sie muss ja schließlich irgendwo schlafen und für Opa August jeden Morgen einen großen Trog Haferflockengrütze mit Zucker und einem klitzekleinen Stück Butter obendrauf vorbereiten.
Wenn Opa August die Haferflocken mit seinem glänzenden Löffel dann gierig in den Mund schaufelt, quietscht seine Zunge bei jedem Happen genüsslich am Gaumen entlang. Wenn ich es mir so richtig überlege, sind dies die einzigen Momente am Tage, in denen er freundlich aussieht. Mein Opa ist nämlich sehr oft schlecht gelaunt. Ich glaube, Haferflocken machen glücklich und an Omas Stelle würde ich meinem miesepetrigen Opa deshalb täglich viel, viel mehr davon zu futtern geben.
Die unternehmungslustige Elisabeth kümmert sich aber nicht nur um ihren August, nein, sondern auch um uns, wenn Mama und Papa, wie diese Woche, während der Schulferien arbeiten müssen. Normalerweise fährt sie uns dann jeden Tag zu den Ferienspielen in die Grundschule nach Polenzko und holt uns auch wieder ab. Aber weil in der Schule gerade unser Hortraum tapeziert wird, finden unsere Ferienspiele in Kritzels und meinem alten Kindergarten statt. Doch davon erzähle ich euch gleich.




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